Wohlbefinden und Lebenserwartung stärken

Was stärkt unser Wohlbefinden und hält uns gesund, damit wir länger leben?

Nichtrauchen, körperlich aktiv sein und Reduktion von Übergewicht resp. gesunde Ernährung sind die Spitzenreiter der Antworten von Selbsteinschätzungen bei Umfragen diesbezüglich.

Doch reicht dies wirklich aus?

Tatsächlich rangiert Nichtrauchen gemäss empirischer Forschung auf dem dritten Platz hinsichtlich Einfluss auf die Lebenserwartung. Rang eins und zwei belegen jedoch 1. die Unterstützung durch andere und 2. Das Eingebundensein in die Gemeinschaft. Zwei soziale Faktoren also. Umgekehrt ausgedrückt: Nichts ist lebensbedrohlicher als fehlende soziale Unterstützung und Einsamkeit. Bereits das Gefühl, eingebunden (oder eben allein) zu sein, wirkt sich direkt auf unser Schmerzempfinden aus. Studien konnten zeigen, dass Formen von sozialem Ausschluss via Computerexperiment direkt das Schmerzareal im Gehirn aktivieren. Sozialer Einschluss hingegen zeigte Aktivität im Belohnungszentrum. Untersuchungen zu gemeinsamen Aktivitäten zeigten stärkeres Vertrauen in die Mitmenschen und entsprechend höhere Werte zur Kooperation.

Gerade zur aktuellen Zeit, in welcher es möglich ist, virtuell in Verbindung mit anderen zu gehen, ist es umso wichtiger, nicht zu vergessen, sich Zeit für soziale Kontakte im realen Leben zu nehmen.

Quelle: Psychologie Heute, Februar 2019, S. 64-69 sowie C. Haslam u.a.: The new psychology of health. Unlocking the social cure. Routledge, Abingdon 2018.




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