Trotzen Sie dem Wintertief

Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, die Sonne sich immer seltener blicken lässt und die Kälte sich auch durch die dicksten Strickpullover 'frisst', leiden viele Menschen unter depressiven Verstimmungen. Diese saisonal bedingten Verschlechterung unseres Gemüts kann bereits im Herbst beginnen und verschwindet in der Regel spätestens im Frühjahr ganz von selbst.

Charakteristische Symptome sind vor allem Antriebslosigkeit, Müdigkeit mit vermehrtem Schlafbedürfnis, gedrückte Stimmung, Gereiztheit, Konzentrationsstörungen, Heisshungerattacken mit eventueller Gewichtszunahme, soziale Rückzugstendenzen und sich etwas vernachlässigen. Was diesem Phänomen ursächlich zu Grunde liegt, lässt sich nicht eindeutig sagen. Ausgegangen wird davon, dass eine erbliche Veranlagung, hormonelle Einflüsse sowie die individuelle Stressresistenz eines Menschen die saisonal bedingten Depressionen begünstigen können. Der Hauptgrund wird heute in einem verringerten Lichteinfall auf unsere Netzhaut durch die fehlende Sonneneinstrahlung gesehen. Dunkelheit veranlasst unsere Zirbeldrüse zur Produktion unseres 'Schlafhormons' Melatonin. Dieses wird im Winter vermehrt produziert und auch tagsüber ausgeschüttet, wodurch sich die Tagesmüdigkeit oft erklären lässt. Zudem wird unserem Schlafhormon eine 'depressiogene' Komponente zugesprochen, da für die Produktion Serotonin - unser 'Glückshormon' - verbraucht wird. Somit steigt also die Müdigkeit und gleichzeitig sinkt der Serotoninspiegel in unserem Körper.

Was können Sie nun tun, wenn Sie eine Verschlechterung der Stimmung über die kommenden Monate merken:

1. Bewegung an der frischen Luft: Unternehmen Sie regelmässig Spaziergänge oder treiben Sie leichten Ausdauersport im Freien. Dies hat auch den positiven Nebeneffekt, die Vitamin D Produktion anzuregen.

2. Achten Sie auf Ihre Ernährung: Trotz Heisshunger auf Süsses versuchen Sie zu widerstehen, zumal dies zwar kurzfristig Ihr Wohlbefinden verbessert, langfristig jedoch zu einer Gewichtszunahme und Trägheit führen kann.

3. Lichttherapie: Bei der Zufuhr von hellem Licht im blauen Spektrum kann die Melatoninüberproduktion gedrosselt werden und somit der Serotoninhaushalt im Einklang bleiben. Zumal kann es zu einer Resynchronisierung Ihres Tag-Nachtrhythmus kommen, was sich positiv auf Ihre Schlafqualität sowie die Tagesmüdigkeit auswirken kann.

4. Ab in den Süden: Falls Sie der kalten Jahreszeit überdrüssig werden, überlegen Sie Ferien im Süden zu planen - tanken Sie etwas Sonne, um dem Winterblues zu trotzen. Und falls dies nicht möglich ist, können Welnessbehandlungen und Wochenendtrips in den Bergen für Stimmungsaufhellung sorgen.


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