Neurofeedback - was sind Gehirnwellen und warum sind sie interessant?


Menschen haben fünf verschiedene Arten von elektrischen Mustern oder „Gehirnwellen“. Die fünf Gehirnwellen werden im Allgemeinen in der Reihenfolge der höchsten bis zur niedrigsten Frequenz aufgelistet und umfassen: Gamma-, Beta-, Alpha-, Theta- und Delta-Wellen. Sie können mit Hilfe eines qEEG (quantitativer Elektroenzephalograph), manchmal auch als Brain Mapping bezeichnet, gesehen werden.


Jede der von uns produzierten Hirnwellen hat eine spezifische für uns lebenswichtige Aufgabe. Dadurch sind wir in der Lage, unterschiedliche Situationen zu meistern – von der Verarbeitung und dem Erlernen neuer Informationen bis hin zur Beruhigung nach viel Stress.


Wenn eine der fünf Arten von Gehirnwellen in unserem Gehirn entweder über- und/oder unterproduziert wird, kann dies unser tägliches Leben beeinträchtigen. Keine einzelne Gehirnwelle ist „besser“ oder „optimaler“ als die anderen.



SO FUNKTIONIEREN UNSERE GEHIRNWELLEN

Im Wachzustand zeigt ein qEEG alle fünf Arten von Gehirnwellen gleichzeitig an. Diese Gehirnkarte ermöglicht es uns, Ungleichgewichte der Gehirnwellen zu sehen. Das Ziel von Neurofeedback ist es, ein ungesundes, fehlreguliertes Gehirnwellen-Ungleichgewicht in ein normales, gesundes, organisiertes Muster zu verwandeln. Dadurch wird das Gehirn stabiler und kann optimal und effizient arbeiten.

Zum Beispiel haben Menschen mit ADS/ADHS langsamere Gehirnwellen als der Rest der Bevölkerung. Sie produzieren zu viele langsame Theta-Wellen, sollten jedoch schnelle Beta-Wellen erzeugen. Der Mensch mit ADS/ADHS kompensiert die erhöhte Theta-Produktion durch Hyperaktivität, somit weckt sich das Gehirn immer selbst auf. Während des Schlafs haben Klienten normalerweise Kombinationen der langsameren Frequenzen, aber während des tiefen REM-Schlafs (Rapid-Eye-Movement) ist mehr Gamma-Aktivität vorhanden.

Gammawellen sind an höheren Verarbeitungsaufgaben beteiligt. Sie sind wichtig für das Lernen, die Wahrnehmung, das Gedächtnis und die Informationsverarbeitung. Menschen mit Lernschwierigkeiten neigen dazu, eine unterdurchschnittliche Gamma-Aktivität zu haben.

Frequenzbereich: 35 Hz bis 45 Hz