Emotionen Teil 2: „Sinn und Zweck von Gefühlen“

Für was brauchen wir eigentlich unsere Gefühle? Wäre es nicht viel leichter ohne? Auch wenn wir durch unser Gefühlserleben erst mit Formen emotionaler Schmerzen in Kontakt kommen können, so sind sie doch essentiell. Unsere Gefühle nämlich bilden den Informationskanal unserer Bedürfnisse aus. Wie sonst wissen wir, ob wir etwas mögen oder nicht? Indem wir es spüren, indem es in unserem Inneren eine Form von Resonanz hervor ruft.

  • Wut ist die Kraft, die Klarheit bringt und Handlung ermöglicht. Sie lässt uns Position beziehen, lässt uns erfahren, wer wir sind (finden wir etwas richtig oder nicht?) und uns hilft, uns wenn nötig, abzugrenzen.

  • Trauer hilft uns zur Annahme von Dingen, die wir gerne anders hätten, die jedoch nicht so sein können. Oder sie lässt uns Abschied nehmen von Personen, Umständen usw. Denn es ist naturgegeben, dass nicht immer alles so ist, wie wir es möchten und alles vergänglich ist. Trauer hilft uns so, tiefe Beziehungen erst eingehen zu können.

  • Angst ist einerseits überlebensnotwendig, sie schützt uns vor Gefahren. Jedoch tritt sie auch auf, wenn wir mit Unbekanntem in Kontakt treten und sie kann uns helfen, Neues und Kreatives zu entdecken.

  • Freude ist Lebensenergie. Durch sie erfahren wir, was für uns schön ist und sich als richtig anfühlt. Sie lässt uns, das was Freude macht, wertschätzen.

  • Und auch die Scham, ein Gefühl, das häufig sehr peinigend wahrgenommen wird, bringt uns schliesslich erst mit uns in Kontakt und verhilft uns zur Selbstreflexion.

(weiteres z.B. in: Vivian Dittmar, Gefühle & Emotionen. Eine Gebrauchsanweisung (2018). 5. Aufl., München: edition est)




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